Transsib - Wodka Weite Abenteuer

Holger Fritzsche

Samstag  20.01.18 | Alter Schlachthof

Beginn Vortrag: 20 Uhr                                                                                                   


 Russland ist weit davon entfernt, paradiesisch zu sein, es ist ein schwieriges Reiseland für Leute, die ausschließlich Erholung suchen. Es ist keine Perle, die für wenig Geld maximalen Luxus bietet. Russland ist eher eine unsortierte Schatzkiste mit einer zuweilen etwas lieblosen Verpackung. Aber wer sich ein wenig Mühe gibt und darunter schaut, findet das, was dieses Land liebenswert macht: die Authentizität und die Herzlichkeit hinter der rauen Fassade der Menschen, die unfassbar große Ausdehnung unberührter Natur.

„TRANSSIB – Wodka, Weite, Abenteuer“ heißt der neue Vortrag. Holger Fritzsche berichtet über Moskau, den Goldenen Ring, Nishni Nowgorod, Omsk, Krasnojarsk und andere Städte entlang der Bahnlinie. Er nimmt sich Zeit für den Baikalsee und dessen Küsten, reist bis nach Wladiwostok und Peking – im Luxuszug und in der Holzklasse.

Reisen kann man in russischen Zügen in der ersten, zweiten oder dritten Klasse. Es ist eine Frage der eigenen finanziellen Potenz oder der eigenen Prinzipien, wie man in russischen Zügen unterwegs ist. Der Reisende hat die Option auf Zweibettabteil, Vierbettabteil oder Großraumabteil. In Letzterem entwickelt man, auch ohne Russischkenntnisse, sehr schnell ein intimes Verhältnis zu den Einheimischen.

Wir sind unterwegs auf dem längsten Schienenstrang der Welt, durch den größten Flächenstaat der Erde, besuchen Deutsche, Altgläubige, Schamanen, erleben die Taiga, die mongolische Steppe, die verbotene Stadt in Peking - „Die Transsibirische Eisenbahn ist die Bahnreise auf der ganzen Welt. Alles andere sind Peanuts.“ Dies schrieb Eric Newby, einer der erfolgreichsten englischen Reiseschriftsteller.

 

Holger Fritzsche

In der DDR aufgewachsen, wurde Holger Fritzsche das Studium verwehrt. Bis zum Ende des real existierenden Sozialismus arbeitete er als Heizer mit Ausreiseantrag.

Bevor er sich als Fotograf und Veranstalter selbständig machte, jobbte er als Waldarbeiter, Schweißer, Elektriker, Kundendienstmonteur und Landschaftsgärtner. Schon zu Zeiten der Sowjetunion reiste er illegal in den größten Flächenstaat der Welt ein. Sein Motto: „Unerkannt durch Freundesland“.

Mitte der 90iger war er häufig in Afrika unterwegs, seit der Jahrtausendwende reist er oft nach Russland. 2016 erschien bei National Geographic sein sein Buch mit dem Titel TRANSSIB – Wodka, Weite, Abenteuer.  

 

Mit seinen Live-Reportagen war er bei allen großen Veranstaltern im deutschsprachigen Raum, in Österreich und in der Schweiz zu Gast. Er ist berufenes Mitglied der Gesellschaft für Bild und Vortrag.

 

www.holger-fritzsche.de